Orang Utans: Die Waldmenschen von Borneo

 

Orang Utans: Die Waldmenschen von Borneo

Orang-Utans leben nur noch auf zwei südostasiatischen Inseln, eine von ihnen ist Borneo. Hier kann man in Rehabilitationszentren freilebenden Affen sehr nahe kommen und gleichzeitig den Schutz ihrer Art unterstützen.

Die Ureinwohner Malaysias hielten Orang-Utans für besonders klug. Die „Waldmenschen“, wie der Name wörtlich übersetzt heißt, könnten zwar sprechen, so erzählen Legenden, sie tun es jedoch nicht – aus Furcht, dann müssten sie arbeiten. Auch wenn hinter dieser Annahme wohl wenig Wahres steckt: Orang-Utans zeichnen sich durch ihre Intelligenz aus: Sie verfügen über ein erstaunliches Gedächtnis, Abstraktionsvermögen, benutzen Werkzeuge und nutzen Heilpflanzen, um etwa Durchfall oder Entzündungen zu lindern. Es gibt sogar Tiere, die in Gefangenschaft Zeichensprache erlernt haben – manchmal sprechen die Waldmenschen also doch.

Waldmensch ohne Wald

Orang-Utans sind dem Menschen in Vielem ähnlich: Rund 97 Prozent unseres Erbguts teilen wir mit unseren haarigen Verwandten. Besonders ihre Mimik wird von vielen als sehr menschenähnlich empfunden. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied, der den 

Schutzmaßnahmen für Orang-Utans auf Borneo

Auf Borneo – neben Sumatra der einzigen Heimat des Orang-Utans – widmen sich deshalb verschiedene Projekte dem Schutz der Menschenaffen.  Im Sepilok-Rehabilitationszentrum in der Provinz Sabah kümmert man sich besonders um verwaiste Jungtiere. Da Orang-Utans die engste Mutter-Kind-Bindung unter allen Affen haben, sind sie meist auf menschliche Hilfe angewiesen, um nach dem Verlust ihrer Mutter überleben zu können. In Sepilok werden die Affen behutsam auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet und schließlich ausgewildert. Als Besucher kann man  die Tiere bei der Fütterung beobachten. Aber Vorsicht: In Zeiten, in denen die Natur den Tieren reichlich Nahrung bietet, kommen nur wenige oder keine Orang-Utans zur Futterstelle. Was für das Personal des Parks heißt, dass sich ihre Schützlinge besonders gut an die freie Wildbahn gewöhnen, kann für Touristen eine Enttäuschung bedeuten.

Einen ähnlichen Ansatz wie das Sepilok-Rehabilitationszentrum verfolgt das Semenggoh-Naturreservat in Sarawak, im Westen Borneos. Auch hier werden verwaiste oder verletzte Tiere wieder ausgewildert – mit so großem Erfolg, dass das Gebiet rund um den Park langsam an die Grenzen seiner Kapazitäten stößt. Projekte wie diese geben Anlass zur Hoffnung, dass die wortfaulen „Waldmenschen“ noch lange die Regenwälder unseres Planeten bewohnen.

Sie möchten Orang-Utans in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten? Sehr gern stellen wir für Sie eine individuelle Reise nach Borneo zusammen.

 

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