Flora und Fauna

 

Malaysias natürliche Vielfalt - Flora & Fauna

Kaum ein Land der Erde ist so reich an Pflanzen und Tieren aller Art wie der südostasiatische Staat Malaysia. Die beiden Landesteile bestehen zu mehr als 50 Prozent aus immergrünem Regenwald. Das tropisch feuchtwarme Klima und ergiebige Niederschläge, die das ganze Jahr über auftreten, machen das Land zu einem Paradies für seltene und aussterbende Tier- und Pflanzenarten. Über 50.000 Pflanzen- und Baumarten sollen im Land vorhanden sein. Viele davon sorgen für die Ernährung der vielen Tierarten Malaysias. Mehr als 600 verschiedene Vogelarten, 450 Amphibien- und Reptilienarten und eine Unzahl von Insektenarten, darunter über 900 Schmetterlingsarten bevölkern die Regenwälder. 250 Säugetierarten, unter ihnen die vom Aussterben bedrohten Orang-Utans und viele Raubkatzen, Elefanten, Nashörner, Tiger und viele weitere sind Malaysia anzutreffen. Die Unterwasserlandschaft bietet Raum für zahllose Meerestiere und Meerespflanzen. Vor allem um aussterbende Rassen zu schützen, wurden überall im Land Naturparks errichtet. In Aufzuchtstationen wird versucht, geringe Bestände durch Nachzuchten aufzufrischen.

Die Tiere des Dschungels und des Landes

Nur noch in zwei Ländern der Erde können Orang-Utans in freier Wildbahn beobachtet werden. In Borneo und in den Wäldern der beiden malayischen Staaten Sarawak und Sabah haben die großen Menschenaffen ein letztes Refugium gefunden. Sie leben vor allem in den Baumkronen und lassen sich nur selten sehen. Trotz des ausgedehnten Tierschutzes werden noch immer Muttertiere gejagt, um Orang-Utans-Babys für Zoos einzufangen. In mehreren Auffangstationen werden mutterlose Babys aufgezogen und auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet. Neben den Orang-Utans bevölkern Nasenaffen, Schlankaffen und die kleinen Gibbons die Bäume des Regenwaldes. Von Baum zu Baum gelangen die seltenen Kologus, die Riesengleitflieger, mit ihren aus Hautgewebe bestehenden Flügeln. Auf dem Boden leben Bantengs, eine Wildrinderart und die größten Wildbüffel der Welt, deren malaiischer Name Seladang lautet. Tapire und die gestreiften Zibetkatzen sind dort ebenfalls zu finden. Malaienbären, die als besonders gefährlich erachtet werden, obwohl sie reine Pflanzenfresser sind, teilen sich den Lebensraum mit den in den Bäumen lebenden Baumtigern. Zu den Schlangenarten, die hier besonders häufig auftreten, gehören Netzpythons und Königskobras, die beide zu imposanten Längen heranwachsen können. Insgesamt sind über 100 verschiedenen Schlangenarten in den malaiischen Regenwäldern heimisch. Elefanten streifen häufig in Herden über das Land und verwüsten gelegentlich auch Plantagen. Sie werden deshalb so weit wie möglich in die Nationalparks umgesiedelt, um die Menschen vor den Schäden zu bewahren. Nur selten in freier Wildband zu beobachten sind Tiger, die auch im Staatswappen abgebildet sind, und Nashörner.

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Vögel und Insekten

Die Anzahl der verschiedenen Insektenarten ist kaum überschaubar. Besonders hervorzuheben sind die Weberameisen, die ihre Nester aus Blättern bauen, die mit von den Larven abgesonderten Seidenfäden verbunden werden. Die Larve wird beim Zusammenfügen der Blätter wie ein Schiffchen beim Weben hin- und hergeführt. Schmetterlinge in allen Formen und Farben flattern umher. Sie tragen meist exotische Namen, die ihrem Farbreichtum angepasst sind. Zu den vielen Vogelarten, die in den malaiischen Wäldern heimisch sind, gehören Riesenvögel wie die Argusfasane mit ihren pfauenähnlichen Schwänzen und die Nashornvögel, die Tukane, mit ihren riesigen Schnäbeln. Weiterhin leben in den malaiischen Regenwäldern Rhinozerosvögel und eine Vielzahl von Salanganen, die einen klebrigen Speichel haben, den sie für den Nestbau einsetzen. Händlern sammeln diese Nester, um die berühmte Vogelnestsuppe daraus zu bereiten.

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Nationalparks zum Schutz der Tiere

Lange Zeit wurde die Tierwelt Malaysias rücksichtslos ausgebeutet. Nicht nur um das Überleben zu sichern, wurden Elefanten, Nashörner, Tiger oder Affen gnadenlos gejagt, vor allem für sogenannte Zaubermittel wie Tigerbarthaare, Rhinozeroshörner oder Bezoarsteine, die sich im Affenmagen bilden, wurden viele Tiere getötet. Viele dieser Tierarten sind deshalb heute vom Aussterben bedroht und bedürfen eines besonderen Schutzes. Die Jagd ist inzwischen zwar verboten, dennoch zieht das Land noch immer viele Wilderer an. Malaysia hat deshalb 19 Tierreservate eingerichtet, in denen die Tiere frei leben können. In diesen Nationalparks wird versucht, die unerlaubte Jagd zu verhindern, was leider häufig nicht gelingt. Dennoch gehören diese Schutzreservate zu den am besten geführten Parks in ganz Asien.

Leben an und im Wasser

Schutz benötigen auch die Schildkröten an den Küsten. Die östlichen Strände dienen als Eiablageplätze für alle der sieben bekannten Schildkrötenarten. Darunter ist auch die große Lederschildkröte. Die Schildkröten legen ihre Eier im Sand ab und betreiben keine Brutpflege. Aus den vielen Millionen Eiern schlüpfen kleine Schildkröten, deren Leben von Krebsen, Raubvögeln und Insekten und nicht zuletzt von den Menschen bedroht ist. Nur ein kleiner Teil erreicht das rettende Wasser. Jedes Jahr sammeln Fischereiaufseher 40.000 Eier ein und sorgen dafür, dass genügend kleine Kröten ausgebildet werden, damit der Bestand erhalten bleibt. Krokodile, Warane und Frösche leben ebenfalls an den Stränden und in den Sümpfen des Landes. In den Gewässern vor dem Festland tummelt sich ein reichhaltiges Leben. Korallenriffe, Haie und Barracudas können bei Tauchgängen erkundet werden. Auch Rochen, Meeresschildkröten und eine Vielzahl anderer Meeresbewohner wie Fische und Krebse sind hier in freier Wildbahn zu beobachten.

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Reichhaltige Pflanzenwelt

Malaysia ist reicht an den unterschiedlichsten Pflanzen. Die Nationalpflanze ist der Hibiskus, der fast überall wächst. Die Karambole wird kulturmäßig angebaut und dient als wichtiges Exportgut. In den Regenwäldern wachsen zahlreiche blühende Pflanzenarten, nach Schätzungen sollen es 8.000 verschiedene Arten sein. Zu den bekanntesten blühenden Pflanzen gehören der Pagodenbaum, der Flammenbaum und der Korallenstrauch, die mit ihrer wunderschönen Farbvielfalt zum Schönsten zählen, was das Land zu bieten hat. Auch der Ingwer bildet ebenso wie die Heliconia kräftige Blüten aus. Die Anzahl der Baumarten kann ebenfalls nur geschätzt werden. Naturkundler gehen von 2.500 Arten aus. Darunter sind viele Edelholzarten, deren Bestände als bedroht gelten. Zum Schutz vor Raubbau hat die Regierung ein Schutzprogramm ins Leben gerufen. Edelhölzer werden in Plantagen angebaut, damit die Regenwälder geschützt werden.

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Bedrohtes Paradies

Der Artenreichtum an Tieren und Pflanzen in Malaysia übertrifft fast jedes andere Land der Erde. Größere Bestände einer Art allerdings können sich wegen der großen Anzahl nicht entwickeln. Das Naturparadies ist deshalb ständig bedroht. Schon kleine Veränderungen in der Natur können dazu führen, dass ganze Arten aussterben. Wie wichtig der Schutz von Flora und Fauna ist, haben inzwischen auch die Entscheidungsträger des Landes erkannt und ein Naturschutzprogramm ins Leben gerufen, um die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren für die Nachwelt zu erhalten.
 

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