Malaysia Reisen - Regenwald
Template blog.html

Reise-Blog Malaysia

Unsere Malaysia Expertin Katja unterwegs

Meine Empfehlung vorab: Legen Sie einen Stoppover in Kuala Lumpur oder Singapur ein. Denn so kann das Abenteuer Borneo gleich nach Ankunft beginnen – zum Beispiel mit einem Besuch im Semenggoh-Orang-Utan-Rehabilitationszentrum in der Nähe von Kuching im Bundesstaat Sarawak.

Malaysia - Orang Utans im Semenggoh Rehabilitationszentrum

Am besten besuchen Sie das Zentrum am Nachmittag zur Fütterungszeit. So hat auch meine Reise begonnen und es hat sich gelohnt. Gleich sechs Orang-Utans haben sich sehen lassen. Es ist einfach ein unglaubliches Erlebnis, diese Menschenaffen in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Die aus der Gefangenschaft befreiten oder verletzten Orang-Utans werden hier auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet. Am Folgetag war das Glück wieder auf meiner Seite – ich konnte die seltenen Irrawaddy-Delphine beobachten. Die Irrawaddy-Delphine sind langsame Schwimmer, die beim Auftauchen eine Wasserfontäne ausstoßen, bevor sie, sich krümmend, wieder eintauchen.

Und damit nicht genug: Ein Tagesausflug zum Bako-Nationalpark hat mir noch weitere wilde Tiere gezeigt – grüne Vipern, Riesengleiter, Nasenaffen, Bartschweine, Silberne Haubenlanguren, Makaken und Warane. Im Bako-Nationalpark gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten für einen Tag oder für mehrere Tage. Eine Wanderung lohnt sich in jedem Fall, wobei die hohe Luftfeuchtigkeit nicht zu unterschätzen ist. Erst hier merkt man, auch als erfahrener Wanderer, dass man sich in den Tropen befindet und kann sich dann umso mehr auf eine kleine Bucht zur Erfrischung am Ende des Wanderpfades freuen.

Malaysia - Grüne Viper im Bako Nationalpark Borneo

Meine nächste Station in Sarawak ist der Gunung-Mulu-Nationalpark, ein Ort, der nur per Flugzeug erreicht werden kann. Der Park gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Hier sind viele Höhlensysteme zu finden. Am besten haben mir die Clearwater Cave mit dem längsten unterirdischen Wassersystem in Südostasien und die Deer Cave mit dem größten Höhleneingang der Welt gefallen. Besonders schön war es, allein mit meinem Reiseleiter die Höhlen zu erkunden, bevor die anderen Touristen innerhalb einer Gruppenführung eintrafen. Denn so konnte ich die besondere Stimmung in den Höhlen für mich allein aufnehmen, insbesondere in der Deer Cave, wo man sich einfach Zeit nehmen muss, die unglaubliche Anzahl an Fledermäusen zu bestaunen. Wer bis zum Abend bleibt, kann die Schwärme aus der Höhle strömen sehen.

Malaysia - Deer Cave auf Borneo

Nun war es an der Zeit auch die Region Sabah zu entdecken. Von Mulu ging es per Flug über Kota Kinabalu nach Sandakan. An dieser Stelle muss ich sagen, dass die Inlandsflüge nicht ganz leicht waren. Der Blick aus dem Fenster hat die Umweltsituation bestätigt. In der Literatur über Borneo heißt es, dass die Malaiische Halbinsel und die Insel Borneo mit noch knapp 12% tropischem Regenwald bedeckt sind. Diese Zahl wirkt auf dem Papier schon wenig, aber als ich vom Flugzeug aus mit meinen  eigenen Augen statt Regenwald nur großflächige Palmölplantagen sah, wurde mir das Ausmaß der Zerstörung besonders bewusst. Diese Monokulturen sind dafür verantwortlich, dass im Laufe der Jahre immer mehr Regenwald abgeholzt wurde, um den Bedarf der Industrienationen zu decken, wo Palmöl etwa in Schokolade, Kosmetika oder zur Energieproduktion Verwendung findet.

Malaysia - Reiseexpertin Katja Walter in Sabah

Auf der Insel Selingan – zugehörig zur Inselgruppe des Turtle Islands National Park – habe ich eine Nacht verbracht, um Meeresschildkröten zu beobachten, die in der Dunkelheit an den Strand kommen, um ihre Eier im Sand abzulegen. Die Eier dieser vom Aussterben bedrohten Tiere werden von Rangern eingesammelt und in einem eingezäunten Gehege wieder eingegraben, um diese vor den natürlichen Feinden zu schützen. Nach zirka zwei Monaten schlüpfen die Jungtiere, werden am Strand ausgesetzt und finden ihren Weg zum Meer. Für mich war das eines der Highlights meiner Reise. Für mich war das eines der Highlights meiner Reise. Es ist nur sehr schade, dass sich einige Touristen sehr respektlos gegenüber diesen Tieren verhalten und während der Eiablage den Blitz der Kamera benutzen. Aus meiner Sicht gefährdet so ein Verhalten ein Projekt, das uns Touristen einen sehr interessanten Einblick in das Tierleben gewährt.
In Sandakan habe ich mir noch das Sepilok-Orang-Utan-Rehabilitationszentrum angesehen. Hier waren deutlich mehr Besucher also noch in Semenggoh, für gewöhnlich sind jedoch nachmittags weniger Touristen vor Ort. Auch hier hatte ich das Glück einige Orang-Utans zur Fütterungszeit zu beobachten. Einfach ein Erlebnis – ohne Worte. Unterstützt wird das Rehabilitationszentrum von der Organisation Orangutan Appeal UK. Den Orang-Utan-Waisen werden Verhaltensweisen, wie z.B. das Klettern und die Nahrungssuche gezeigt, um sie auf das Überleben in der Wildnis vorzubereiten. Nach etwa sechs bis acht Jahren Aufenthalt im Zentrum werden Sie in den Regenwald entlassen. Um das Projekt zu unterstützen sind neben Spenden auch Adoptionen von Orang-Utan Waisen möglich.

Malaysia - Orang Utans im Sepilok Park Borneo

Per Boot ging es von Sandakan aus zur Abai Jungle Lodge am Fluss Kinabatangan. Von hier aus habe ich Tierbeobachtung per Boot auf dem Fluss unternommen und sogar einen wilden Orang-Utan gesehen. Auch asiatische Elefanten sowie Warane, Nashornvögel, Schneereiher, Storchschnabellieste, Purpurreiher, Salzwasserkrokodile, Mangroven-Nachtbaumnattern und eine Nasenaffen-Familie konnte ich beobachten.
Nach vielen Eindrücken und vielen Tierbeobachtungen war es dann Zeit für Erholung und Entspannung im Gaya Island Resort. Sonne, Strand, Meer, Hängematte, Yoga und Meditation sowie ein schöner Krimi zum Abschalten waren genau das Richtige.

Malaysia - Gaya Island Resort

Fazit: Eine sehr interessante Insel mit vielen gastfreundlichen Menschen, einer sehr vielfältigen Tierwelt und guten Projekten, um den Regenwald und die Lebensräume der wilden Tiere zu schützen. Borneo – ich komme wieder. Die nächsten Reiseziele sind das Danum-Tal sowie die Besteigung des Gunung Kinabalu mit einer Übernachtung.


Unser 7-Sterne Qualitätssiegel

Wir reisen selbst!
Völlige Gestaltungsfreiheit
in der Reiseplanung
Alle Freiheiten, alle Zeit der Welt
während Ihrer Reise
Persönliche und
kompetente Beratung
Sicherheit des erfahrenen
Asien-Spezialisten
Keine Gruppenreisen:
Sie bestimmen, mit wem Sie reisen
Höchste Qualitätsansprüche
an uns und unsere Partner

Asien Special Tours GmbH
Geschäftsführer: Rüdiger Lutz

Adams-Lehmann-Straße 109
80797 München

Telefon: +49 (0) 89-127091-0
Telefax: +49 (0) 89-127091-199


Zur Facebookseite von Asien Special Tours